Die Globalbelastung – Teil 3

Teil 3

Die Globalbelastung

Wie die Schadstoffe aus dem Körper gelangen

 

shutterstock_393377509Im 3. Teil beantworte ich Fragen zu der Entgiftung von toxischen Metallen durch das Medikament DMPS.

 

Wie ist die Verträglichkeit von DMPS?

Bei Beachtung aller unten beschriebenen Voraussetzungen ist die Verträglichkeit von DMPS als sehr gut zu bezeichnen und besser als jedes andere Mittel. Auch hier ist die Nebenwirkungsliste zu beachten.

 

Wo sind die Vorteile einer DMPS-Infusion?

DMPS (Dimercaptopropansulfosäure) wird seit den 1940-er Jahren als Komplexbildung in der Chelattherapie eingesetzt, verhindert ein Anlagern der toxischen Metall-Ionen an lebenswichtige Enzyme und ist eine Substanz, die sich sehr gut zur Infusion eignet.

Bei der oralen Zufuhr in Form von DMSA-Kapseln (Dimercaptobernsteinsäure) wird der Wirkstoff nur geringfügig vom Verdauungstrakt aufgenommen, was sogar zu einer verstärkten Aufnahme von Schwermetallen über den Darm führen könnte. Eine Messung, was und wieviel von einem Schadstoff ausgeleitet wurde, ist hier nicht exakt möglich.

Hauttests zur Erkennung von Schwermetallbelastungen machen keinen Sinn, da die Konzentrationen der Gifte im Körper schon sehr hoch sein müssen, um durch Reaktionen zu einem Ergebnis zu gelangen.

 

Ist das Medikament gefährlich?

Vereinzelt wird an mich die Frage herangetragen, ob die Chelattherapie riskant oder schädlich sei. Nein, sicher nicht. Ich habe bei über 10.000 Behandlungen in 30 Jahren nur 4 reversible (zurückgehende) Nebenwirkungen gesehen.

Die teilweise schaurigen Mitteilungen betreffend einer DMPS-Behandlung wurden von Leuten gemacht, die nicht einmal die Grundsubstanz kannten bzw. selber wenig bis gar keine Erfahrung mit dieser Behandlung hatten. Im Internet werden häufig übertriebene oder erfundene Beiträge von Schreibern gepostet, die offensichtlich ohne Basiswissen „nacherzählen“ und von der Materie keine Ahnung haben. Ich werde oft von solchen Personen diesbezüglich gefragt, und nach einer kurzen, aber fachmännischen Aufklärung sind deren Zweifel zerstreut.

 

Gab es Todesfälle?

Die Deutsche Akademie für Chelat-Therapie e.V. sowie über Literaturrecherchen nach aktuellen seriösen Studien haben noch keinen konkret dokumentierten Fallbericht gezeigt, der eine langfristige oder schwerwiegende Schädigung beschreibt, die durch eine DMPS-Behandlung verursacht wurde.

Immer wieder höre ich, dass KollegInnen vor den Gefahren einer DMPS-Entgiftung warnen. Nach Hinterfragung bei diesen stellt sich stets heraus, dass sie oft wenig bis keine praktische Erfahrung mit dieser Substanz haben.

Durch falsche Dosierung, zu rasche Verabreichungsgeschwindigkeit oder Verwechslung mit anderen Medikamenten können Zwischenfälle passieren. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass diese nur die Folgen grober Diagnose- bzw. Anwendungsfehler wären.

 

Wie wird es gemacht?

Vor Behandlungsbeginn ist es natürlich notwendig, die Anamnese (Krankengeschichte) des Patienten zu kennen oder in der Praxis zu erstellen. Eine ausführliche Aufklärung durch den Arzt, so wie es das Gesetzt verlangt, ist selbstverständlich. Denn DMPS ist ein Medikament.

Es sollte ein aktueller Blutbefund der Nierenfunktion vorhanden sein, um mögliche Kontraindikationen  abzuschätzen. In bestimmten Fällen sollte man auch ein EKG durchführen oder ist vom Patienten mitzubringen. Bei jedem geringen Zweifel ist von der Verabreichung abzuraten. Ebenso bei akuten Erkrankung, unter Umständen auch bei gewissen chronischen Beschwerden.

Die Dosierung erfolgt nach Geschlecht, Größe und  Gewicht, diese kann je nach Individualität variieren, es darf jedoch die Obergrenze nicht überschritten werden.

Um eine optimale Voraussetzung für den Patienten zu erreichen, sollte das Mittel, aufgelöst in einer physiologischen Kochsalzlösung (NaCl), in einer etwa 20-minütigen Kurzinfusion im Sitzen oder Liegen verabreicht werden. Davor muss die Harnblase entleert werden. Zu Beginn der Infusion werden wenige Tropfen infundiert, dann 5 bis 7 Minuten gewartet, um etwaige Reaktionen vom Soforttyp (Allergie) zu erkennen.

 


Wshutterstock_746685076ann ist der Harn abzugeben?

40 Minuten nachdem die Infusion beendet ist, haben sich die toxischen Metalle durch die DMPS-Wirkung im Harn gesammelt. In einem 10 ml-Harnröhrchen aufgefangen, kommt der Harn zur Messung ins Labor. Hierbei sind keine besonderen Maßnahmen zu treffen, da die ausgeschiedenen Metalle stabil sind.

Nach einer DMPS-Behandlung zeigt erst das Laborergebnis, welche und wieviel Schwermetalle im Organismus angelagert wurden, denn …

 

 „… es kann nur raus kommen, was drinnen war.“

Erst die Höhe des Messwertes zeigt,  wie oft eine entsprechende Entgiftung notwendig sein wird!

In meinem 4. und letzten Teil betreffend der Schwermetallausleitung möchte ich Ihnen die Notwendigkeit der Vitalstoffergänzung und die Messmethoden erläutern.

Ihr Dr. Gruber

 

Hier geht es zu den weiteren Artikeln dieses Themas:

Die Globalbelastung – Teil 1

Die Globalbelastung – Teil 2