Eisen bei Kleinkindern

Wie wichtig ist Eisen

… bei Kleinkindern und in der weiteren Entwicklung

 

shutterstock_1630978018-2Die Lebensphase als Kleinkind bezeichnen wir im rechtlichen Sinne eines Kindes bis zum sechsten oder siebten Lebensjahr, also bis zum Vorschulalter.

Vorweg, eines ist schon bewiesen, dass Eisensubstitution bei Kleinkindern, also die Einnahme von Eisen bei Vorliegen einer Eisenmangelanämie, Defizite in der Entwicklung verhindert.

Das bedeutet, dass es sehr wichtig ist, den Eisenspiegel bei Kleinkindern mittels Laborbefund bestimmen zu lassen. Wenn ein Eisenmangel vorlag, so wurde in einer Studie festgestellt, hatte sich die mentale und motorische Entfaltung schlechter entwickelt, als bei Kindern mit einem normalen Eisenwert. Die geistige Entwicklung entsteht in der Kleinkindphase,  das Kind lernt soziales Rollenverhalten und die Sprachfertigkeiten.

Daher ist es wichtig, Kleinkinder in der Entwicklung genau zu beobachten. In zwei großen deutschen  Studien wurde festgestellt, dass Eisen von Kleinkindern in zu geringer Menge aufgenommen wird. Defizite werden mit verschiedenen kognitiven Beeinträchtigungen in Zusammenhang gebracht.

In einer weiteren Studie zeigte sich bei zuvor anämischen Kindern, dass nach einer viermonatigen Gabe von Eisentabletten die Entwicklungsdefizite aufgeholt wurden.

Es ist auch  notwendig darauf zu achten, dass im Ernährungsplan der Kinder genügend Eisen vorhanden ist. Bei speziellen Diäten (keine Muttermilch, vegetarisch, vegan etc.) könnte es durchaus zu Eisenmangel kommen.

Es wurden Zusammenhänge zwischen dem  Grad der motorischen Reife im Alter von 15 Monaten und der kognitiven Fähigkeiten im Alter von 18 Jahren nachgewiesen. Insbesondere Eisenmangel kann bleibende Beeinträchtigungen verursachen, die auch bis ins Erwachsenenalter andauern können.

Über eine Eisenmangelanämie im Erwachsenenalter  habe ich schon ausführlich berichtet, die durch vorerst einer unspezifische Symptomatik, wie Müdigkeit, Schwindel,  trockene Haut oder Haarausfall auffällt.

Gerade bei einer  Infektionshäufigkeit sollt man auch an Eisenmangel denken, da dieser Vitalstoff eine wichtige Rolle für ein funktionierendes Immunsystem spielt.

Schon in der frühen Kindheit ist eine optimale Versorgung mit Vitalstoffen von großer Bedeutung und sorgt für ein optimales Wachstum und die künftige Gesundheit.

Ihr Dr. Gruber