Die Globalbelastung – Teil 2

Teil 2

Die Globalbelastung

Die Umwelttoxikologie hält Einzug in die Medizin

 

Speziell in unserem Jahrhundert wird die Toxikologie (Lehre der Gifte) immer dringlicher. Es ist ein Teil der Ernährungswissenschaft, letztendlich der Wunsch nach Gesundheit durch gesundes Essen und Trinken (Nahrungsaufnahme). Den Grund dieser Notwendigkeit habe ich in Teil 1 dieses Artikels beschrieben.

Macht man einen Streifzug durch die Literatur, so bemerkt man ganz deutlich die immer mehr anwachsenden Untersuchungen auf Umweltgifte, hervorgerufen durch immer stärker zunehmende Belastung unserer Nahrung aus fernen Ländern. Speziell Importe aus dem asiatischen Raum sind mit höchster Vorsicht zu genießen.
Auf die Frage, wie zum Beispiel toxische Metalle wie Quecksilber, Blei, Arsen, Aluminium und/oder Kadmium aus dem Körper entfernt werden können, sind neben teilweise abenteuerlichen Versprechen, kombiniert mit wohlklingenden Wortkreationen, auch klinische Möglichkeiten vorhanden. Wobei immer die exakte Messung der Parameter auf geprüften, standardisierten Laborgeräten mit anschließender schriftliche Befundung und wenn nötig mit ärztlicher Besprechung im Vordergrund einer solchen Behandlung stehen muss!

Das heißt, es genügt nicht, was jedoch sehr häufig geschieht, ein Präparat oder sonstiges Produkt (Kräuter, Gewürze, Tees, Mischungen unbekannter Herkunft, einzelne Nahrungsbestandteile, Salze, Detox-Produkte, Steiningredienzien etc.) zu empfehlen ohne eine Mengen-, Dosierungs- oder Zeitangabe der Einnahme (wie oft – wie lange – wieviel –  wann?). Ohne einer nachfolgenden Labormessung in einem bestimmten Compartiment (Blut, Haar, Harn, Stuhl, Speichel, Schweiß) gibt es keinen Beweis, dass toxische Elemente ausgeschieden wurden. Daher ist die schriftliche Dokumentation der Entgiftung immer ein integrierter Bestandteil einer seriösen Therapie und Betreuung.

 

Entgiftung hat nichts mit Entschlackung oder Blockadenlösen zu tun


Das wertvollste Gut des Menschen ist dessen Gesundheit und die größte Sehnsucht von Schmerzleidenden und Kranken ist die Heilung – und diese sollte man nicht in Hände von Personen legen, deren Ausbildung nicht fachspezifisch fundamentiert ist. So berichten mir immer wieder Patienten, durch Einnahme von Pflanzen, äußerliche Anwendungen oder Esoterik entgiftet zu haben, ohne einen Nachweis in Händen zu halten, toxische Metalle ausgeschieden zu haben oder davon befreit zu sein. Niemand würde sich zufrieden geben, wenn ein Röntgenarzt kein Röntgenbild oder ein Blutlabor keinen Blutbefund aushändigen würde. Bei vielen sogenannten paramedizinischen Anwendungen muss der Patient aber dem „Heilenden“ glauben und auf dessen Aussagen vertrauen.Welche seriösen Entgiftungs- bzw. Ausleitungsbehandlungen sind daher im klinischen Bereich möglich, die nur unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden dürfen und danach eine schriftliche Befundung zur Folge haben?

Das sind DMPS-, DMSA- und  EDTA-Behandlungen.

DMPS (Dimercaptopropansulfonsaures Natriumsalz) ist eine schwefelhaltige Monosubstanz, die verschreibungs- und rezeptpflichtig ist. Es gibt verschiedene Firmen, die diese Substanz unter deren Handelsnamen anbieten.

Über meine Erfahrungen, die ich nach etwa 10.000 Anwendungen und Befunden in über 30 Jahren auf dem Gebiet der Schwermetallausleitungen gemacht habe, berichte ich im nächsten Newsletter.

Ihr Dr. Gruber